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Bremsscheiben: Verschleiß, Dicke und wann wechseln

Bremsscheiben verschleißen nicht bei jedem Belagwechsel mit. Sie halten oft zwei bis drei Sätze Beläge durch. Aber unter der Mindestdicke oder bei Riefen / Rissbildung werden sie gefährlich — und dann bist du verpflichtet, sie zusammen zu machen. Auf dieser Seite erfährst du, wie du den Zustand misst, wann ein Wechsel ansteht und was ein Satz kostet.

Von der Redaktion von onderdelen.autos · Aktualisiert am

Was machen die Bremsscheiben?

Die Bremsscheiben sind die scheibenförmigen Gussteile (oder bei manchen Modellen Kohlenstoff-Keramik), die sich mit den Rädern mitdrehen. Sobald die Bremsbeläge dagegen pressen, wird Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt. Eine heiße Bremsscheibe muss ihre Wärme schnell abführen können — deshalb haben viele Scheiben innenliegende Belüftungskanäle.

Symptome — miss immer, bevor du entscheidest

  • Vibrieren oder Pulsieren durch Pedal oder Lenkrad beim starken Bremsen (Verzug).
  • Eine tiefe Riefe oder Rille in der Reibfläche — mit der Fingerspitze fühlbar.
  • Rostbildung am gesamten Innenrand: nicht schlimm, geht meist nach einem Bremszyklus weg.
  • Unter der Mindestdicke (auf der Scheibe eingraviert, z. B. 22 mm) — Abweisungsgrund.
  • Risse oder Haarrisse in der Reibfläche — sofort wechseln.

Wann wechseln?

Richtwert 60.000 – 120.000 km für die Vorderachse. Der genaue Zeitpunkt wird durch die gemessene Dicke gegenüber der auf der Scheibe stehenden Mindestdicke bestimmt. Wechsle immer achsweise. Beim zweiten Satz Beläge auf denselben Scheiben musst du die Dicke gut prüfen — oft hält die Scheibe mit Belagsatz 2 durch, mit Satz 3 aber nicht.

Richtwert-Intervall: 60.000120.000 km

Was kostet ein Satz Scheiben?

Ein Satz Scheiben (zwei Stück) für eine Achse liegt bei rund 40 € – 220 € je nach Durchmesser, Material und Marke. Gute gebrauchte Scheiben aus einem Schlachtauto kosten 15 € – 60 € — prüfe Dicke und Oberfläche vor dem Kauf. Werkstattkosten: oft mit Belägen kombiniert (1 – 1,5 Stunden pro Achse).

ZustandAbBis
Neu40220
Gebraucht / aufbereitet1560
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Selbst wechseln?

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Scheiben und Beläge zusammen zu wechseln ist etwas mehr Arbeit als nur Beläge: Der Bremssattelhalter muss ebenfalls ab, die Scheiben-Sicherungsschraube kann festsitzen. Eine festsitzende Sicherungsschraube ist der klassische Ärger — verwende einen Schlagschrauber oder eine Heißluftpistole. Kommst du nicht weiter? Werkstatt.

  • Derselbe Satz wie für Beläge + Messschieber
  • Ein Ringschlüssel oder Steckschlüssel für den Bremssattelhalter
  • Kupferpaste für die Nabenseite der neuen Scheibe

Häufig gestellte Fragen

Wie messe ich die Dicke einer Bremsscheibe?

Mit einem Messschieber, an mehreren Stellen auf der Reibfläche (nicht am äußeren oder inneren Rand, wo kein Bremsbelag aufliegt). Vergleiche mit der auf der Scheibe eingravierten Mindestdicke.

Darf ich gebrauchte Bremsscheiben kaufen?

Ja, aber miss immer die Dicke, bevor du zahlst, und prüfe auf Risse, tiefe Rillen oder Verfärbung (Überhitzung). Ein Händler eines seriösen Autoverwerters gibt normalerweise eine Messung mit.

Vibrationen beim Bremsen — immer die Scheiben?

Meistens ja, aber nicht immer. Manchmal liegt es an einem festsitzenden Bremssattelkolben oder einer Unwucht der Räder. Diagnose: Vibriert es im Lenkrad (Vorderachse) oder im Pedal (Hinterachse)?

Wie oft Scheiben nach wie vielen Sätzen Beläge?

Im Schnitt ein Satz Scheiben pro zwei bis drei Sätze Beläge — aber immer messen, nicht rechnen.

Darf eine neue Scheibe sofort hart belastet werden?

Lieber nicht. Die ersten 200 km sanftes Bremsen geben dem Belag Zeit, eine passende Schicht auf der Scheibe aufzubauen.

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